Ich habe bei einer Firmenauflösung günstig einen Fujitsu Siemens Stylistic 3500 erstanden.

Ziel ist es den Pentop als Mediaplayer zu nutzen.
Prozessor: Celeron 500MHz
Festplatte: Toshiba MK1517GAP-(PM) 15GB
BIOS : PhoenixBIOS Ver. 1.05 vom 13.06.2001
RAM : 256 MB SDRAM
Grafikkarte : ATI Rage Mobility, Auflösung 800x600
Anschlüße: RJ45 Modem, Infrarot, PCMCIA, VGA Ausgang, Seriell, USB, Lautsprecher/Kopfhöhrer, Mikrofon, Netzteil
Desweiteren werden noch RJ45 Netzwerk, VGA Ausgang, PS/2 Maus und Tastatur sowie ein weiterer USB Port über den Portreplicator zur Verfügung gestellt.
Ich habe den SDRAM Riegel gegen einen 512 MB Riegel getauscht, leider ohne Erfolg, vom BIOS werden nur 256 MB erkannt. Weshalb ich die 512 MB zurückgegeben habe und den 256 MB Riegel wieder eingebaut habe.
Der Pentop wurde ohne Betriebssytem geliefert, was ich aber nicht als besonders tragisch empfand, da ich sowieso Linux installieren wollte.
Da der Prozessor nicht allzu schnell ist, habe ich darauf verzichtet LFS
zu installieren, sondern werde eine fertige Distribution nutzen.
Allerdings war hier bereits das erste Problem. Der Pentop läßt sich laut Bootmenu entweder von HD oder von externer Floppy booten. Da ich kein spezielles Diskettenlaufwerk kaufen wollte, habe ich mir einen Adapter besorgt um die 2,5" HD an den IDE Port meines Hauptrechners anzuschliessen. Die HD ist über eine Klappe auf der Rückseite des Pentop leicht zugänglich. Über dieses kleinen Umweg lies sich dann Linux auf die HD vom Pentop installieren
Mein erster Versuch war mit kubuntu 6.10. kubuntu lies sich ohne Probleme installieren, schnell war die HD wieder in den Pentop eingebaut und das System eingeschaltet. Das Grub Menu erschien und kunbutu wurde ausgewählt, doch zu meiner Verwunderung stoppte der Bootvorgang und das gesamte System blieb hängen.
Um festzustellen ob es am Pentop und/oder an kubuntu lag, habe ich Fedora 6 installiert. Die installation verlief wieder ohne Probleme und das System lies sich ohne Probleme starten. Allerdings fuehlte sich Fedora etwas zäh an.
Um nicht immer die HD auszubauen und an den Hauptrechner anzuschliessen, habe ich die HD wie folgt partioniert:
/dev/sda1 /boot
/dev/sda5 /
/dev/sda6 /mnt/data
und dann das ISO von Kanotix auf /mnt/data kopiert. Um das ISO dann zu booten bin ich nach dieser Anleitung vorgegangen:
Kanotix (Runterscrollen bis "How do I use "fromiso" cheatcode?"
Ich habe u.a.
Fedora,
Kanotix,
Sidux,
Mepis,
Zenwalk, und
Arch Linux ausprobiert. Am Ende habe ich mich für
Arch Linux entschieden. Die Installation und Konfiguration von
Arch Linux wird im Arch Linux Wiki
sehr gut beschrieben, deshalb gehe ich hier nicht näher darauf ein.
Da ich den Pentop ja nicht mit Tastatur und Maus bedienen will, mußte also der Stift als Eingabegerät eingerichtet werden. Dazu war folgendes nötig:
1.) Installation des xf86-input-fpit treibers
dies war mit `pacman -S xf86-input-fpit` schnell erledigt
2.) fpit Treiber in der xorg.xonf konifgurieren
hierzu folgendes in der /etc/X11/xorg.conf einfügen:
- In die Section "ServerLayout"
InputDevice "pen" "SendCoreEvents"einfügen
- Neue Section "InputDevice" einfügen:
Section "InputDevice" Identifier "pen" Driver "fpit" Option "Device" "/dev/ttyS3" Option "BaudRate" "9600" Option "MaximumXPosition" "4070" Option "MaximumYPosition" "4020" Option "MinimumXPosition" "0" Option "MinimumYPosition" "0" Option "Passive" Option "SendCoreEvents" EndSection
3.) /dev/ttyS3 konfigurieren: Damit ich setserial nicht immer manuel aufrufen mus, habe dazu in /etc/rc.conf folgende Zeilen eingefügt:
setserial /dev/ttyS3 autoconfig setserial /dev/ttyS3 uart 16450 irq 5 port 0xfd68
das war schon alles, beim nächsten start von xorg stand der Stift als Eingabegerät zur Verfügung
Als Oberfläche nutze ich Xfce-4.4 und als Mediasoftware mythTV
Da zum login keine Tastatur zur Verfügung steht, habe ich bei gdm den Autologin für meinen User eingestellt. Für den Netzzugang nutze ich eine SysKonnect SK-54C1 Wireless LAN PCMCIA Adapter via ndiswrapper
Soweit so gut, aber mythTV braucht um z.B. ein Menu zurückzugehen die ESC Taste oder eine Fernbedienung. Da ich (noch) keine Fernbedienung angeschlossen habe, habe ich
xvkbd installiert. Sowohl mythTV als auch
xvkbd werden beim Systemstart automatisch gestartet.
Da die HD im Pentop nicht allzugroß ist, greife ich mittels nfs auf den Platte im Hauptrechner zu, irgendwann werde ich wohl mal eine NAS Server ins Heimnetz hängen.
Da die Systempflege via Stift und
xvkbd doch etwas mühsam ist, greife ich mittels ssh vom Hautprechner aus auf den Pentop zu.